WordPress steht vor einer grundlegenden Veränderung. Weg vom endlosen Klicken und Suchen durch Menüs – hin zu einer Zukunft, in der du deine Website einfach per Sprache steuerst. «Erstelle einen neuen Blogpost» oder «Zeig mir die Verkaufszahlen von letzter Woche», und es passiert. Das ist keine Science-Fiction mehr, sondern die Vision hinter einer neuen Generation von Tools, die direkt in WordPress integriert werden und auf der Roadmap für die zukünftige WordPress Version 7.0 steht.
Die WordPress REST API ist zwar stark, aber sie stammt aus einer anderen Zeit. Sie funktioniert stateless, d.h. wie einzelne Briefe ohne Zusammenhang. Moderne KI-Agenten brauchen aber einen Dialog, Kontext und die Möglichkeit, die Fähigkeiten einer Website dynamisch zu entdecken. Hier kommt das MCP-Protokoll ins Spiel: Es ermöglicht echte Gespräche und Kontext, sodass eine KI die Site fragen kann: «Was kannst du alles?» und die Tools und Antworten direkt findet.
WordPress bringt jetzt die Abilities API. Das ist nicht einfach ein weiteres Tool, sondern eine Art universelle Landkarte für alles, was deine Website kann. Die API schafft ein zentrales, durchsuchbares Register. Jede Funktion, von «Post erstellen» bis «Produkt aktualisieren», bekommt eine klare Beschreibung und ein Label. So kann jede KI oder jedes externe System sofort erkennen, was möglich ist und wie es funktioniert. Eine Ability bündelt somit eine Funktion (z.B. «Post veröffentlichen») mit allen Infos, die ein externes System braucht: Inputs, Outputs, Berechtigungen und den Verweis auf den Code.
Der MCP Adapter ist das Herzstück. Er funktioniert wie ein Universalübersetzer zwischen WordPress und der KI-Welt. Er präsentiert die Abilities als nutzbare Tools für die KI und übersetzt WordPress-Daten in kontextreiche Ressourcen. So kann ein KI-Assistent wie ChatGPT, Claude oder Gemini die Website-Funktionen wie eigene Werkzeuge nutzen und das nahtlos und effizient.
Dies verändert grundlegend, wie wir WordPress-Website verwalten. Eine Website kann zum persönlichen Assistenten werden. Statt durch fünf Admin-Seiten zu klicken, sagt man einfach, was man möchte und WordPress erledigt den Rest im Hintergrund.
Dies alles ist auch für ein E-Commerce-Workflow spannend: Ein einziger Satz kann Dutzende Klicks in WooCommerce ersetzen: «Erstelle eine Marke, drei Produkte und ordne sie der Marke zu.» Oder du fragst nach den Verkaufszahlen und bekommst sofort den Report, ohne durch Menüs zu navigieren.
WordPress hat mit 6.9 bereits Block-basierte Kommentare eingeführt und erleichtert die Zusammenarbeit an gemeinsamen Blog-Posts. In Zukunft wird es auch möglich sein, eine KI in den Prozess der Content-Erstellung zu integrieren und Absätze nicht nur neu zu formulieren, sondern auch zu gestalten. Zum Beispiel: «Mach aus diesen Aufzählung eine Tabelle» oder «erstelle aus diesen Aussage eine Kundenstimme und prüfe die Fakten im Artikel und gib die Quellen an.»
Zusammengefasst können wir also sagen, dass WordPress KI-ready ist und noch mehr möglich sein wird. Die Verwaltung wird für alle einfacher. Komplexe Aufgaben lassen sich automatisieren und WordPress öffnet sich für die riesige Welt der KI-Tools.
WordPress ist zukunftssicher und bereit für alles, was im Bereich KI noch kommt.
Quellen:

Michael Salzer
WordPress-Profi, Apple-Fan und unregelmässiger Jogger.
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